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Infuln

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Zur Geschichte:

Ende Jahr 1966 haben etliche Heimweh-Küssnachter in Rotkreuz den ersten Klaus Umzug organisiert. Beim ersten Umzug haben die Organisatoren die Infuln von Küssnacht gemietet was dazumal nicht üblich gewesen ist. Ein Organisator Namens Nägeli Alfred baute 1968 seine eigene Infuln und stellte dazu das Stanzwerkzeug selber her, was heute noch in den Händen der Klausengesellschaft ist. Dazumal waren die Lehrerschaft gewillt, auch Infuln herzustellen. Im Jahre 1969 stellen Lehrer Knobel Paul und Bregy Bernhard mit ihrer Klasse diverse Infuln her die heute noch von den Kindern getragen werden. Auf Anregung von Seppi Tresch und Etter Franz wurde im Jahre 1990 unter Mithilfe von Infulnbauer aus Küssnacht am Rigi der erste offizielle Infuln-Kurs durchgeführt. Alle 2 bis 3 Jahre organisierte dann Seppi Tresch mit seiner Gemahlin einen solchen Kurs. Die Bastelräume der Schule Rotkreuz wurden auf Anfrage immer kostenlos zu Verfügung gestellt. In den laufenden Jahren haben dann die Lehrer Nussbaumer, Ruoss und Schnellmann mit ihren Schulkindern weitere Infuln gebaut. Das spezielle lange Kleid das bis fast an den Boden reicht nähten sie in der Handarbeit. Weitere Kurse wurden dann unter der Leitung von Seppi Tresch und Achermann Walter in den Jahren 2010/2014 und 2016 durchgeführt.

Bau einer Infuln:

Eine Iffele wird grundsätzlich nicht gekauft oder gemietet, sondern von jedem interessierten Infuln Träger selbst gebaut. Eine Iffele wird aus Karton und farbigem Seidenpapier gefertigt. Sie sieht aus wie ein Kirchenfenster. „Die grössten sind zwei Meter hoch und zirka 15 Kilogramm schwer“ Die Iffelen sehen aus wie grosse Laternen, die man auf dem Kopf balanciert. Man tanzt im Ihnen herum, dreht und wendet sich, damit sie die Zuschauer am Strassenrand bewundern können.

„Eine Iffele zu bauen, erfordert viel Geduld, Zeit, Ideen und ein ruhiges Händchen“ Man ist in der Gestaltung nicht ganz frei. Die zwei Wahrzeichen, der Samichlaus auf der Vorderseite, das Kreuz „JHS“ auf der Rückseite, das „Jesus, Heilig, Seelig„ bedeutet dürfen auf keinen Fall fehlen. Die Iffele ist das wohl des Rotkreuzer Klaus Jagens. Man habe keinen Informationen über den Ursprung. Man weiss lediglich, dass sie schon vor hundert Jahren getragen worden sind.

Zum Bau einer Iffele nimmt man folgendes in Angriff: Als erstes müssen Muster und Figuren auf den Karton gezeichnet werden. Das zeichnen des Samichlauses erfordert viel Zeit. Weiter geht’s dann mit dem ausstanzen das relativ viel Lärm verursacht. „ Es ist eine monotone Arbeit, aber man muss extrem aufpassen, dass man das Stanzmesser nicht falsch ansetzt.“ Man malt die Iffele schwarz an, damit die Farben besser wirken. Das farbige Seidenpapier wird dann in zwei- oder drei Papierschichten aufeinander, damit die Farben nicht blass

wirken aufgeklebt. Um die Iffele zu tragen, braucht es ein Gestell. Es besteht aus einem Brett, einer Kopfstütze und Kerzenständer aus Aluminium. Jeder Iffeleträger hat ein spezielles Kleid an, das fast bis an den Boden reicht. Es ist geschmückt mit glänzenden, goldenen Bändern und wird an den Hüften mit einem roten Tuch zusammengebunden.

Der Arbeitsaufwand ist nicht zu unterschätzen. „ Die Arbeit nimmt gewaltig viel Zeit in Anspruch, ca. 200 bis 300 Stunden je nach der Grösse “


 

 
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